Ab auf den Kompost: Herbstlaub richtig kompostieren


Herbstlaub gehört auf den Kompost - Trotz weniger Nährstoffe kann daraus guter Dünger entstehen!

Herbstlaub gehört auf den Kompost - Trotz weniger Nährstoffe kann daraus guter Dünger entstehen!Ab auf den Kompost: Herbstlaub richtig kompostieren

Jeden Herbst stellt sich die Frage: Was soll mit dem Laub geschehen und kann es nicht einfach liegenbleiben? Auf allen Pflanzen mit weichen Trieben, Immergrünen und Gräsern, dürfen keine Blätter verbleiben, da sonst Fäulnis sowie Lichtmangel drohen. Für einen Steingarten gilt auch das Motto: laubfrei in die Winterzeit! Der Rasen verträgt ebenso keine Decke aus Laub, da er so sehr schnell gelb wird und mit Fäulnis reagieren wird. Um Unfälle zu vermeiden, sollten auch Terrasse sowie gepflasterte Gartenwege von rutschigem Herbstlaub befreit werden.


01 Aus Herbstlaub wird gute Gartenerde
Generell ist Herbstlaub sehr nährstoffarm, da die Pflanze während der Herbstzeit die wichtigen Elemente des Blattgrüns noch schnell für sich selbst sichert. Deshalb verändern die Blätter ihre Farbe. Trotz allem ergibt kompostiertes Herbstlaub gute Gartenerde, wenn es auf dem Komposthaufen beispielsweise mit einem stickstoffreichen Gartenabfall wie Rasenschnitt gemischt wird.

02 Unterschiede bei der Kompostierung
Das Herbstlaub unterschiedlicher Baumarten lässt sich auf verschiedene Weise kompostieren. Die Blätter der Kastanie, Platane und Eiche sowie von Buchen und Pappeln beinhalten Gerbsäure. Aus diesem Grund verrotten sie langsamer und verzögern zudem die Rotte.

03 Vor der Kompostierung zerkleinern
Bevor es auf den Kompost geht, sollten diese Blätter mit einem Rasenmäher zerkleinert sowie mit etwas Steinmehl vermengt werden, um die Gerbsäure zu neutralisieren. Zusätzlich wird unter das Laub leicht kompostierbarer Küchenabfall und/oder Staudenreste gemischt.


Etwas speziell verhält es sich mit Walnussbaum-Laub. Es ist in größeren Mengen giftig und kommt in die Bio-Tonne.

04 Herbstlaub darf auch an bestimmten Plätzen liegen bleiben
Im Garten gibt es bestimmte Plätze, an denen Herbstlaub liegenbleiben darf und sogar nützlich ist. Unter Bäumen sowie Sträuchern kann Laub bis zu einer Höhe von fünfzehn Zentimetern liegen bleiben, da es sich hier in sehr gutem Humus verwandelt. Streut man etwas Erde darüber, können die Blätter an stürmischen Wintertagen nicht im Garten herumwirbeln. Der Boden im fast leeren Gemüsegarten sowie zwischen den Stauden wird extra mit Laub geschützt. Die Blätterschicht darf nur nicht höher als fünf Zentimeter sein. Für diese Flächenkompostierung eignen sich schnell verrottende Laubarten wie zum Beispiel von Obstgehölzen und Blütensträuchern.

05 Kranke Blätter nicht kompostieren
Als einzige Ausnahme vom Kompost gelten Blätter, die krank sind. Sind die Blätter der Rosen beispielsweise von Sternrusstau oder anderen Pilzarten befallen, müssen sie vom Beet geharkt und gleich im Müll entsorgt werden. Würde man sie kompostieren, befallen sie im nächsten Jahr den ganzen Garten.

[Das Bild ist von Hellgirl2010 – via Flickr – vielen Dank]


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