Einen Olivenbaum richtig pflegen – so fühlt sich dieser Baum auch in unseren Breitengraden wohl


Einen Olivenbaum für den eigenen Garten kann kann man hervorragend in einem Kübel anpflanzen

Einen Olivenbaum für den eigenen Garten kann kann man hervorragend in einem Kübel anpflanzenWie wird ein Olivenbaum richtig gepflegt?

Den Olivenbaum (olea) gibt es schon seit Urzeiten. Er ist eine weitverbreitete Nutzpflanze und wird zur Gewinnung von Oliven angebaut. Auch sein Holz findet u.a. für Schnitzereien Verwendung. Daneben ist er für Freunde mediteraner Pflanzen aber auch eine Zierde für Haus und Garten. Ob im Haus, auf der Terrasse oder im Garten, überall sind Olivenbäume, richtig in Szene gesetzt, ein Schmuckstück. Auch in unserem Klima kann man Olivenbäume ziehen, wenn man die richtigen Pflanzen auswählt und sich über die richtigen Pflege des südlichen Baumes schon im Vorfeld informiert.


01 Einen Olivenbaum kaufen oder aus Samen heranziehen
Am besten kauft man seinen kleinen Olivenbaum im Fachhandel. Dann hat man die Gewissheit, einen gesunden und unseren klimatischen Verhältnissen möglichst angepassten Baum zu erhalten. Außerdem gibt der seriöse Fachhändler auch eine Anwuchs-Garantie für seine Pflanzen. Natürlich ist es auch möglich, sich seinen Olivenbaum aus Samen selbst zu ziehen, dazu braucht man reife unbehandelte Oliven oder kleine Stecklinge und ein gerütteltes Maß Geduld.

02 Standort
Der Olivenbaum ist eigentlich bei uns nicht winterhart. Vor allem die Wurzeln sind frostempfindlich. Deshalb ist er bei uns in erster Linie als Kübelpflanze zu finden, die den Winter über im Haus oder einen anderen hellen frostfreien Raum bei 10 bis 15 Grad Celsius stehen soll. Es gibt aber auch schon Anbieter, die frostharte Olivenbäume für den Garten anbieten, die kurzfristig bis zu minus 10 Grad Celsius ertragen sollen. In einigen relativ warmen Gegenden Deutschlands kann man wahrscheinlich Olivenbäume im Freien halten, aber die Gefahr von Frostschäden besteht trotzdem. Im Frühling kommt der Olivenbaum aus dem Winterquartier ins Freie. Hier sollte er nach einer Eingewöhnungszeit möglichst voll in der Sonne stehen.

03 Erde und Nahrung
Als Substrat ist ganz normale Blumenerde geeignet. Sie sollte möglichst durchlässig sein. Hin und wieder sollte mit normalen Grünpflanzendünger geüngt werden, aber nicht bei Sämlingen und Jungpflanzen. Umgetopft soll nur werden, wenn der Kübel zu stark durchwurzelt ist. Dann einfach einen größeren Kübel verwenden und mit frischer Erde die Kübelränder auffüllen, ohne den Ballen zu zerstören. In der Natur brauchen Olivenbäume sehr wenig Wasser und überstehen längere Trockenperioden gut. In einem Pflanzgefäß, wo sich die Wurzeln nicht so weit ausbreiten können, müssen auch die Olivenbäume häufiger gegossen werden aber immer erst, wenn die oberste Erdschicht ausgetrocknet ist.


04 Schnitt
Olivenbäume können das ganze Jahr über verschnitten werden, aber dann lichtet man gewöhnlich nur aus. Nur im Frühling, bevor der Austrieb beginnt, ist ein kräftiger Rückschnitt zu empfehlen.

05 Winterruhe
Im Herbst sollten Olivenbäume im Kübel so lange als möglich draußen bleiben. Wenn sie mit dem ersten Frost ins Winterquartier umziehen müssen, beginnt ihre Ruhephase. Dann sollte nur noch wenig gegossen und kein Dünger mehr gegeben werden. Sobald das Frühlingswetter es erlaubt, geht es wieder ins Freie und dann wird wieder ordentlich gegossen und gedüngt.

[Das Bild ist von Spixey – via Flickr – vielen Dank]


Like it? Share with your friends!