Massaman Currypaste aus Südthailand & Buchtipp


In der südthailändischen Küche vermischen sich verschiedene Kochstile, besonders der Einfluss der malaysischen, chinesischen und indischen Esskultur macht sich hier bemerkbar. Auch diese Massaman Currypaste unterscheidet sich geschmacklich deutlich von den bekannteren grünen, roten oder gelben Pasten. Chilis, Galgant und Zitronengras treffen auf Kardamom, Nelken und Anis – eine unglaublich geschmacksintensive und leckere Kombination!


Das Rezept stammt aus dem Buch “Thailand – Das Kochbuch“. Darin finden sich über 500 Rezepte, die einen großen Teil der vielfältigen thailändischen Küche abbilden. Für diese Sammlung ist Jean-Pierre Gabriels drei Jahre lang durch Thailand gereist und hat auf Märkten, an Straßenständen, in Garküchen und Restaurants mit hunderten Köchinnen und Köchen gesprochen. Das Ergebnis ist umfangreich, authentisch und sehr exotisch. Manchmal etwas zu exotisch für meinen Geschmack, denn nicht selten werden Zutaten wie Ameisen, Riesenwasserwanzen oder Grillen verwendet. Überhaupt sind viele der Zutaten, wenn überhaupt, nur sehr schwer in Deutschland erhältlich (Dessertduftkerzen, Schweineblut-Tofu), weshalb man die entsprechenden Gerichte zu Hause nicht nachkochen kann. Das ist auf der einen Seite natürlich schade, aber andererseits war die Nachkochbarkeit wahrscheinlich auch gar nicht das, was Gabriel mit diesem Buch im Sinne hatte – schließlich wurden keines der Rezepte von ihm redigiert, keine der Zutaten wurde ersetzt. Und dieser Ansatz scheint zu funktionieren: Zumindest die Massaman Currypaste schmeckt nicht nur anders, sondern auch besser als alle meine vorherigen Versuche! Zwischen den Exoten gibt es zum Glück auch noch viele weitere Rezepte, die mit Zutaten aus dem Asia-Markt funktionieren. Besonders schön sind übrigens auch die Fotos in diesem Buch, von denen die meisten allerdings keine Gerichte zeigen, sondern Eindrücke von Land und Menschen. “Thailand – Das Kochbuch” wurde mir vom Edel Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Zutaten

6-8 Chilis (Prik Chee Fah)
4 Knoblauchzehen (8 laut Originalrezept)
3 Schalotten
1 Stange Zitronengras
1 kleines Stück Galgant
3 Nelken
3 Kardamomkapseln
2 Sternanis
1 TL Koriandersamen
1/4 TL Kreuzkümmel
1/4 TL Muskatnuss
1/4 TL Zimt
1 TL Salz
1 TL Pfeffer

Zubereitung

Die Chilis entkernen und mit den Knoblauchzehen, Schalotten sowie dem Zitronengras fein hacken. In eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze für drei bis vier Minuten rösten. Anschließend aus der Pfanne entfernen und beiseite stellen. Nun die Gewürze bei mittlerer Hitze für etwa eine Minute in der Pfanne rösten – wie auch die frischen Zutaten werden sie ohne Öl geröstet. Nun alle Zutaten samt Pfeffer und Salz in einen Mörser geben und zu einer möglichst glatten Masse zerstoßen. Wenn man die Paste nicht sofort verwenden möchte, kann man sie in ein ausgekochtes Glas geben und für etwa zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Für ein Curry wird die Paste erst in etwas Öl angeröstet und anschließend in 800 ml Kokosmilch aufgekocht.

Vor einem Jahr: Überbackene Zwiebelsuppe [English Onion Soup]
Vor zwei Jahren: Risotto mit Gorgonzola, Erbsen und Walnüssen
Vor drei Jahren: Schnelles Brot mit Joghurt und Möhren


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