Vögel füttern im Winter im Garten oder auf dem Balkon – das sollte man beachten


Meisen im Winter füttern - das sollte man beachten

Meisen im Winter füttern - das sollte man beachtenWenn eine dichte Schneedecke wie ein Tuch die Landschaft überzieht beginnt ein harte Zeit für unsere heimische Vogelwelt. Unter Schnee und Eis finden die meisten unserer Vogelarten alleine häufig nicht mehr genügend Futter. Hilfreich zur Nahrungsversorgung ist dann die eingreifende Hand des Menschen. Bei der Fütterung gilt es allerdings einige Grundregeln zu beachten.


01 Da bei weitem nicht jede Vogelart dasselbe Futter bevorzugt gilt es zu allererst zu observieren, welchen Vogel man denn genau im Garten bzw. auf dem Balkon zu Besuch hat. Bei Unkenntnis oder Unschlüssigkeit bezüglich der zu fütternden Vogelart bieten zahlreiche Vogelführer-Bücher in Bild und Wort eine schnelle Identifikationsmöglichkeit. Der Großteil unserer Wintervögel hat ein charakteristisches Erscheinungsbild und ist demzufolge meist schnell bestimmbar.

02 Ist die Vogelart ausgemacht, muss das artspezifisch richtige, sprich auch wirklich gesunde Futter ermittelt werden. Meist genügen hierzu die in den o.g. Vogel-Bestimmungsbüchern zur Einzelart gegebenen artgerechten Futter-Vorschläge.

  • Weichfutterfresser wie Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönig oder Amseln bevorzugen fetthaltige Körnerkost – lose oder in gepresster Ringform.
  • Speziell Amseln lieben ganz besonders Früchte und Beeren.
  • Sämtliche Finkenarten sowie Spatzen als naturgemäße Körnerfresser schätzen Körnermischungen bzw. Sonneblumenkerne.
  • Vermieden werden sollte Brotfütterung aufgrund möglicher Aufquellung in den Vogelmägen.
  • Ideal ist die Platzierung des Futters in einem leicht zugänglichen Futterspender, in welchem die Vögel nicht futterverschmutzt herumlaufen müssen.

03 Immer bei der Fütterung entscheidend: die bestmögliche Platzierung des Futterangebotes. Praktisch alle im Winter zu fütternden Vogelarten schätzen ungestörte, gegen Wind und Wetter geschützte und nach Möglichkeit nach außen leicht abgeschirmte Futterplätze. Eine auf der Terrasse oder im Garten ins Eck gerückte Körnerschale wird von Amseln, Meisen & Co im Regelfall nicht weniger gerne angenommen wie das aufwändig ausgestattete Vogelhäuschen.

Ungeschützte Futterstellen mit unter Wasser stehenden Körnern oder schneebedeckte Brotkrümel sind für den zwitschernden Adressaten meist rasch unbrauchbar bzw. werden von ihm erst gar nicht wahrgenommen. Günstig gelegene, regelmäßig versorgte Futterstellen bleiben den Vögeln meist schnell im Gedächtnis und werden dann immer wieder gerne aufgesucht.


Das sollte man beachten, wenn man Vögel im eigenen Garten füttert...

Tipps

  • Zahlreiche, zumal scheuere und seltenere Vogelarten erscheinen bevorzugt zu ganz bestimmten Zeiten am Futterplatz. Lärmfreie frühe Morgen- und Abenddämmerung stehen hierbei bei vielen Vögeln ganz oben in der Gunst ihrer Aufwartung. Bei aller Vorfreude auf die bedürftigen Ankömmlinge sollte sich der Fütternde währenddessen immer außer Sichtweite der Vögel halten, wenn er sie nicht sogleich wieder – womöglich für immer – verscheuchen will.
  • Effiziente Reinigung und Entsorgung der Futterstellen: großer Vogel-Zuspruch am bereitgestellten Futterplatz ist zwar erfreulich, schafft jedoch schnell das Problem von gefährlichen Krankheitserregern durch übergroße Verschmutzung mittels Kot oder faulender Futterreste. Um dem nachhaltig entgegenzuwirken ist eine gründliche und vor allem regelmäßige Reinigung des Futterplatzes vonnöten. Es genügt normalerweise alle paar Tage die Futterschale auszuspülen bzw. im Vogelhäuschen den dort besonders anfallenden Vogelkot ausreichend zu entsorgen.

Werden diese wichtigsten Vorkehrungen ausreichend berücksichtigt, sprich die Vögel artgerecht versorgt, hat der Mensch mit Sicherheit auch im kommenden Frühling noch viel Freude an seinen gefiederten Lieblingen.

[Die Bilder sind von joren.degroof – via Flickr – vielen Dank]


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